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Anleitung Tabaktasche

Weihnachten naht und vielleicht mag  ja die eine oder andere von euch noch ein schnelles Geschenk für den Liebsten, den Schwiegervater, den eigenen Vater oder sonst einen lieben Menschen nähen?!

So kann die Tasche dann fertig aussehen:

 

  

Ich habe lange nach einer Anleitung gesucht, aber nichts vergleichbares gefunden. Also habe ich einfach ein Tabakpäckchen ausgemessen und selbst etwas herumgebastelt. 😀

Für die Anleitungs-Fotos habe ich helleren Stoff genommen, bei dem dunkelbraunen Cord hätte man vermutlich nicht viel gesehen. 😉 Eines habe ich dabei jedenfalls gelernt: Selbst leicht elastische Stoffe sind für diesen Zweck absolut ungeeignet!

Das wäre dann also die Zutatenliste:

 

  • Ein paar Reste nicht dehnbaren Stoff. Als besonders geeignet hat sich hier Cord, Jeans oder festerer Dekostoff erwiesen. Nicht ganz so festen Stoff kann man aber auch gut mit Vlieseline verstärken. 🙂
  • Dekokram (Aufnäher, Webband etc.) zum betüddeln.
  • Ein Stück Gummilitze, ca. 22 cm lang.
  • Wer mag, kann einen Reißverschluss einnähen, es geht aber auch ohne. 😀
  • Und zum Schluss das übliche Drumherum, wie Nähmaschine, Schere, Lineal oder Maßband, …

   

Ich habe damit angefangen, mir einen Schnitt zu basteln. Da dieser einfach nur aus Rechtecken besteht, gebe ich euch der Einfachheit halber nur die Maße dafür. Bei meinen Maßen ist jeweils eine Nahtzugabe von etwa 1 cm schon enthalten.

Außenstoff und Futterstoff:       17 x 23 cm

Innentasche für den Tabak:       17 x 11 cm (im Stoffbruch zuschneiden)

Innentasche für Papers usw.

– ohne Reißverschluss:                 17 x 9 cm (im Stoffbruch zuschneiden)

– mit Reißverschluss:                    17 x 10 cm (Einfach zuschneiden, an einer Seite 2,5-3 cm abteilen und an dieser Stelle nocheinmal auseinanderschneiden. Dort wird der Reißverschluss eingenäht.)

 

Wer mag, kann jetzt Aufnäher oder Webbänder anbringen und wer sogar im Besitz einer Stickmaschine ist, kann die hier auch zum Einsatz bringen. 😉 An die vordere Mitte wird jetzt die Gummilitze mit ein paar Stichen an der Nahtzugabe befestigt. So kann nachher nichts mehr verrutschen.

 

Weiter geht es mit dem Reißverschluss. Dieser wird rechts auf rechts auf eines der Taschenteile gesteckt und festgenäht.

 

Reißverschluss nach oben klappen, nocheinmal knappkantig absteppen.

 

Das Gleiche passiert mit dem zweiten Taschenteil.

 

 

So sieht das Ganze dann von hinten aus:

 

Diese Tasche mit Reißverschluss wird jetzt auf einer gedachten Linie von 9 cm vom oberen Rand entfernt rechts auf rechts auf das Futter festgesteckt.

 

Nocheinmal umklappen, um zu sehen ob die Maße passen. Eventuell muss noch mal ein bisschen korrigiert werden. Und mit wenig Nahtzugabe (etwa 0,5 cm) festnähen.

 

 

Falls nötig, Nahtzugabe noch ein bisschen zurückschneiden. Wieder hochklappen und knappkantig absteppen.

 

Die untere Tasche (die für den Tabak) auf den Futterstoff auflegen. Wer übrigens den Reißverschluss weglassen mag, legt an dieser Stelle einfach die obere Tasche ebenso (mit der geschlossenen Kante zur Mitte) wie die untere, größere auf.

 

Darüber kommt dann der Oberstoff. Unbedingt darauf achten, dass die betüddelte Seite mit der Gummilitze über der Reißverschlusstasche liegt!

 

Alles gut feststecken, damit nichts verrutscht. Aber halt, der Reißverschluss-Schieber muss noch nach innen hinter die Nahtzugabe geschoben werden, sonst bekommt man die Tasche nachher nicht mehr auf. 😀

 

Rundherum zunähen, dabei eine Wendeöffnung lassen. Die passt am besten zwischen die Tabaktasche und den Reißverschluss. Ecken abschneiden und dann gehts ans Eingemachte…

 

Jetzt kommt er nämlich, der allesentscheidende Moment.

DER Moment, in dem ich immer feststelle, dass ich MAL WIEDER die Wendeöffnung einen Tick zu klein gemacht habe. *rotwerd* Aber es hilft ja alles nichts, also versuchen wirs.

Laut fluchen (baut Aggressionen ab), ziehen, zerren, mit dem Kochlöffelstiel nachstopfen…

 

Ha, das könnte klappen… *schwitz* Geschafft! Jetzt noch die Wendeöffnung schließen. Hier sieht man übrigens ganz gut, wieso der elastische Cord nicht wirklich meine beste Wahl war. Es verzieht sich zu leicht…

 

Und fertig! In diesem Fall eine waschechte Mädels-Tabaktasche. Soll ja auch Frauen geben, die rauchen. 🙂

 

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf eingehen, wieso ich als Futterstoff auch Cord benutzt habe. Bei meinem Prototyp (der war erstmal ohne Reißverschluss, einfach um die Maße zu testen) ist mir nämlich beim wenden das zu dünne Futter eingerissen. *hooiiil*

 

Und zu guterletzt noch ein Wort in eigener Sache: Ich stelle diese Anleitung kostenlos zur Verfügung, weil ich einfach selbst schon so viele gute, durchdachte kostenlose Anleitungen im Netz gefunden und umgesetzt habe. Das hier ist mein bescheidener Beitrag. 🙂

Ihr könnt die Anleitung gern verlinken, nacharbeiten *gg* und  auch genähte Einzelteile verkaufen. Von einer gewerblichen Nutzung ist jedoch Abstand zu nehmen!

Ich hoffe, das war alles verständlich geschrieben und ich habe nichts vergessen. Wer noch Fragen zur Anleitung hat, erreicht mich aktuell über die Kommentarfunktion. Wenn irgendwer da draußen ist, der mir erklären kann, wie ich ein Kontaktformular hier reingebastelt bekomme, möge sich bitte bei mir melden! 😀

Über Feedback freue ich mich übrigens auch sehr! 😉

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8. Dezember 2009 at 17:12 16 Kommentare

Im Gretelies-Fieber

Eine Beuteltasche hat sich meine Mutter gewünscht, eine wird gegen eine andere selbstgenähte Tasche getauscht. *freu* Beide sind wieder zum Wenden.

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Die kostenlose Anleitung gibt es hier: Gretelies

20. April 2009 at 08:07 2 Kommentare


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